Wir setzen unsere Reihe „Vorgestellt“ fort und widmen uns dem Religionsunterricht.
Dieser wird derzeit von 4 Lehrern aus unserer Gemeinde durchgeführt: Diakon i.R. Frank Bias und die Priester Guido Knop, Daniel Kieffer und Markus Kleinert.
Das Angebot des Religionsunterrichts richtet sich an die Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren, wobei die Einordnung auch immer vom tatsächlichen Geburtstag der Kinder abhängig ist, da dieser das Konfirmationsjahr festlegt.
Bis zum Ende dieses Unterrichtsjahres (Ostern 2024), gelten als Grundlage für die Unterrichtseinheiten 3 Arbeitshefte, die nacheinander behandelt werden. Mit dem in 2024 beginnenden Jahrgang wird neues Unterrichtsmaterial eingeführt, das die Umstellung von 3 Jahren Religionsunterricht + 1 Jahr Konfirmandenunterricht auf zukünftig 2 Jahre Religions- und 2 Jahre Konfirmandenunterricht mit sich bringt.
Wie läuft der Unterricht ab?
Durchschnittlich findet der Religionsunterricht 2 Mal pro Monat statt, da an den anderen Sonntagen Fest- oder Übertragungsgottesdienste sind. Die anwesenden Kinder, meist 4 -5, treffen sich zum Beginn des Gottesdienstes im vormaligen Mutter-Kind-Raum, der durch die große Scheibe einen Blick ins Kirchenschiff ermöglicht. Dann steht Kindern und Lehrern eine halbe Stunde Zeit zur Verfügung. Das ist nicht viel für die zahlreichen Informationen, Rollenspiele, Rätsel und vertiefenden Texte, die die Lehrmaterialien enthalten.
Frank Bias: „Themen, die Kinder bereits aus der Sonntagschule kennen, werden eher angenommen als Themen zur Entstehung der „Neuapostolischen Kirche“. So kann es schon einmal eine kleine Herausforderung sein, eine für die Schüler interessante Unterrichtsstunde zu gestalten, denn es gilt nicht das eigene Interesse zu befriedigen, sondern das Interesse der Kinder für das jeweilige Thema zu wecken.
Die Kinder im Religionsunterricht befinden sich in einem Alter, in dem sie nur wenig Fragen stellen. Die Zeit des „unbeschwerten Fragens“ ist vorbei. Man möchte eher vor den anderen cool wirken. Um dennoch die Kinder ausreichend am Unterricht zu beteiligen, versuche ich die Unterrichtsstunden vorzugsweise als freies Gespräch zu gestalten.“
Daniel Kieffer: „Oft arbeiten wir nicht im Detail am Arbeitsheft. Das ist einfach zu viel Material und würde dann einfach nur abgearbeitet. In der Vorbereitung stelle ich mir die Frage: „Was sollen die Kinder mitnehmen?“ – Wichtig ist, dass die Kinder über die Sonntagsschule hinausgehend den Sinn der Begebenheit verstehen. Darauf arbeiten wir dann hin mit dem, was uns zur Verfügung steht. Wir nehmen uns oft die Bibel zur Hand und suchen den Originaltext heraus. Dabei beantworten wir nebenbei auch die Frage: Wo finde ich das überhaupt in der Bibel? Wer findet die Stelle schneller? Manchmal ergibt es auch Sinn, verschiedene Texte zu vergleichen.
Seit wann bist Du Lehrer?
Um sich nicht in Details zu verlieren: Zusammen kommen unsere Religionslehrer auf mehr als 25 Jahre Erfahrung als Religionslehrer.
Was magst Du an dem Format?
Markus Kleinert: „Sehr schön ist, dass der Religionsunterricht 3 Jahre umfasst und das man dadurch die Entwicklung der Kinder begleiten, sowie beobachten kann. Durch den langen Zeitraum hat man die Möglichkeit, viele Themen ausführlicher und intensiver zu besprechen.“
Frank Bias: „ … durch den Unterricht beschäftigt man sich als Lehrer viel intensiver mit den Themen.“
Daniel Kieffer: „Die Kinder sind in einer ganz spannenden Altersspanne. Da beginnt das Denken und Fragen, die sich formende Persönlichkeit. Es ist ganz wunderbar, dieses Wachsen zu sehen und auch die Entwicklung der Kinder – hin zum „fast Jugendlichen“ – zu beobachten und zu begleiten. Außerdem habe ich persönlich ganz starke Erinnerungen an meinen Religionslehrer, der die Geschichten aus der Bibel sehr lebendig darstellen konnte. Das hat für mich damals das Interesse an der Heiligen Schrift geweckt und das möchte ich auch weitergeben.
Guido Knop: „Es freut mich, dass einige noch die Gottesdienste besuchen und in der Jugend aktiv sind. Kinder sind in dieser Altersgruppe schwer für den Glauben zu begeistern, da sie außerhalb der Kirche schon sehr gefordert werden.“
Was möchtest du den Kindern mitgeben?
Markus Kleinert: „Sehr wichtig ist es, den Kindern viel biblisches Wissen zu vermitteln. Denn durch den Unterricht habe auch ich vieles besser verstanden und selbst noch etwas dazugelernt.“
Guido Knop: „Ich möchte den Kindern mit auf den Lebensweg geben, dass es nicht immer leicht ist, aber der liebe Gott steht ihnen selbst in den schwersten Lebenslagen immer bei und wird sie nicht enttäuschen.“
Frank Bias: „Apostel Steinweg sagte häufig: Das Wichtigste, was wir den Kindern in den Unterrichten vermitteln können ist, dass Gott sie liebt. Neben den Lehrinhalten der einzelnen Unterrichtseinheiten hat für mich die Gemeinschaft der Kinder eine hohe Bedeutung. Hieraus können sich schöne Freundschaften entwickeln, die auch über die Unterrichtszeit hinaus bestehen können. Deshalb ist es schade um jedes Kind, das an dieser Gemeinschaft nicht teilnehmen kann.“
Daniel Kieffer: „Dem schließe ich mich an - es geht um die Vermittlung eines Bildes von Gott. Dass Gott jeden Einzelnen liebt und das durch sein Handeln damals und heute zeigt.“