Die Instrumentalgruppe

Wieder einmal setzen wir unsere „Vorgestellt-Serie“ fort und möchten euch heute eine weitere aktive Gruppe innerhalb der Gemeinde Potsdam vorstellen: die Instrumentalgruppe.

Dazu führten wir ein Interview mit der Co-Leiterin der Gruppe, Schwester Elke Stelle (Leitung gemeinsam mit Schwester Kerstin Ruks).

Wie viele Instrumentalisten umfasst die Gruppe derzeit und welche Musikinstrumente werden von ihnen gespielt?

Wir haben zur Zeit 15 aktive Spieler/-innen, von denen einige auch mehrere Instrumente spielen können.

Es gibt 2 Geigen, 3 Bratschen und 3 Celli. Querflöte, Saxophon und Klarinette sind je einmal vertreten und die Blockflöten werden von drei Schwestern gespielt. Da einige Streicher auch Flöte spielen, können die Vorträge dann auch mit Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassflöte erfolgen.

Die Orgel nehmen wir auch gern zur Unterstützung, die auch von einigen aus unserer Gruppe gespielt werden kann.

Wir haben also das große Glück, in unterschiedlichen Besetzungen - mal ganz klein oder alle gemeinsam - musizieren zu können.

Welche musikalischen Qualifikationen muss man denn mitbringen, um in der Gruppe mitspielen zu können?

Man sollte sein Instrument schon sicher beherrschen können. Das bedeutet: Unterricht an der Musikschule ist immer gut. Es ist aber keine Bedingung, um bei uns mitzuspielen. Von Zeit zu Zeit musizieren wir auch mit unseren kleinen Nachwuchsspielern, die dann die Lieder aussuchen dürfen.

Gibt es denn sonstige Beschränkungen, wie z.B. ein Mindest- oder Höchstalter?

Eine Altersbeschränkung gibt es bei uns nicht, man sollte aber schon in der Gruppe musizieren können. Jeder kann mitmachen, der ein Instrument beherrscht.

Sind weitere Mitspieler/-innen willkommen? Welche Instrumente sollten diese möglichst spielen können (was fehlt euch besonders)?

Mitspieler/-innen sind immer herzlich willkommen! Ganz egal, welches Instrument gespielt wird. Ein Instrument sollte allerdings vorhanden sein, denn das wird in der Regel nicht zur Verfügung gestellt.

Wie oft und wo übt ihr gemeinsam?

Eigentlich üben wir jeden zweiten Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst. Aber aufgrund der Tatsache, dass es viele musikalische Angebote und Aktivitäten in unserem Apostelbezirk gibt, bleiben oftmals nur kurzfristige Termine in der Gemeinde übrig. Da müssen wir mitunter ganz schön kämpfen, um uns wenigstens einmal im Monat zu treffen. Unsere jetzige Lösung: Wir treffen uns in kleinen Gruppen (nur die Blockflöten oder nur die Streicher) und üben dann auch mal in der Woche bei jemandem zu Hause.

Wie oft spielt ihr durchschnittlich in/vor/nach den Gottesdiensten und tragt damit zur Umrahmung der Gottesdienste bei?

Während der Coronazeit durfte ja nicht gesungen werden. Da haben wir eigentlich ziemlich frühzeitig zu fast jedem Gottesdienst gespielt. Erst nur die Streicher und später durften die Blasinstrumente auch wieder mitmachen. Damals hatte der jeweilige Orgelspieler Lieder zum Üben in die Gruppe geschickt und dann wurde musiziert. Das ist ein bisschen so geblieben, es wird auch jetzt noch vor dem Gottesdienst musiziert und wer da ist, spielt mit.

Ansonsten proben wir natürlich bezogen auf die Feste im Kirchenjahr. Man staunt immer wieder, wie schnell die Zeit vergeht und wir schon wieder Weihnachtslieder üben.

Im vergangenen Jahr haben wir im Herbst Tonaufnahmen zur Teilnahme am Musikalischen Adventskalender unserer Kirche gemacht. Auch wenn wir nicht ausgewählt wurden, war es doch eine schöne gemeinsame und auch lustige Erfahrung. Zumal wir alle bei warmem Herbstwetter Weihnachtspullover anhatten.

Zur Zeit bereiten wir uns auf unser 130jähriges Gemeindejubiläum vor und hoffen, dass dann wieder viele dabei sind.

Spielt ihr ausschließlich neuapostolisches Liedgut oder auch andere Lieder/Kompositionen?

Wir spielen überwiegend Liedgut, welches im Friedrich-Bischoff-Verlag erschienen ist. Es gibt dort nicht nur „Kirchenlieder“, sondern auch klassische Stücke, die unser Ensemble vortragen kann.

Man sollte dazu wissen, dass man bei der Benutzung von Noten das Urheberrecht einhalten muss. Das bedeutet u. a., dass das Vervielfältigen von Noten ohne Zustimmung des Urhebers verboten ist.

Es ist aber durchaus möglich, mit Genehmigung des Urhebers Stücke zu musizieren, die nicht so bekannt sind oder nur für eine gewisse Zeit freigegeben waren. Das wurde zum Beispiel von uns im letzten Sommer mit dem Lied „Kommet her“ vom Süddeutschen Kirchentag gemacht.

Orgel, Klavier, Geigen und Flöten sind ja eher die „klassischen Instrumente“ für Sakralmusik. Gerade jüngeres Publikum ist dann aber doch eher auf moderne Musikinstrumente wie (E-)Gitarre oder Schlagzeug ausgerichtet. Teilweise haben diese Instrumente ja auch schon bei Kinder- und Jugendgottesdiensten oder bei den begeisternden Pop-Oratorien Verwendung und viel Anklang gefunden. Könnt ihr euch die Einbeziehung solcher Instrumente in die Instrumentalgruppe vorstellen?

Das können wir uns auf jeden Fall vorstellen, zumal wir ja schon eine Saxophonspielerin in unseren Reihen haben. Und wenn ein Schlagzeugspieler mit uns musizieren möchte, sei er oder sie uns herzlich willkommen.

Was es sonst noch zu sagen gäbe…..

Die ganze Zeit, in der ich mich mit dem Interview beschäftigt habe, hatte ich den Kanon im Kopf:

„Wo zwei oder Drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen“.

Es ist kein Problem, wenn es nur wenige sind. Wichtig ist, dass wir die Gemeinschaft pflegen und jeder dabei Spaß und Freude hat.

Text: Elke Stelle/ M. Tiedt