Am 9. November 2025 feiert Bezirksvorsteher Priester Frank Hinz mit den Jugendlichen des Bezirks Berlin-Brandenburg West einen Jugendgottesdienst in der Gemeinde Berlin Schmargendorf, dem das Bibelwort „Und Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?“ (1. Mose 3,9) zugrunde liegt. Dass dieser Gottesdienst dann noch eine weitere wesentliche Veränderung mit sich bringen würde, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch keiner der Jugendlichen.
Priester Hinz spricht in seiner Predigt davon, dass die Schlange im Paradies listig war und Interesse am Wohlergehen der ersten Menschen heuchelte. Auch in unserer Realität gäbe es solche Angebote, die jedoch letztlich unseren Glauben verwirren wollen. Sätze wie zum Beispiel „Warum willst du alle Gebote halten, neun von zehn reichen doch aus?“ oder „Wenn Gott gut ist, wieso lässt er dann das ganze Leid zu?“ stünden exemplarisch für ein solches Angebot.
Adam und Eva fielen auf den Bösen herein und, als sie ertappt wurden, schoben sie die Verantwortung auf andere: Adam schob sie zu Eva und Eva schob sie auf die Schlange. Wenn wir sündigen, sollten wir zu unseren Fehlern stehen und sie zugeben, rät Priester Hinz in seinem Dienen. Eine alternative Möglichkeit wäre es, den Fehler mit einem coolen Spruch zu überspielen, so wie man Negatives nicht in den sozialen Medien zeigt, sondern nur seine Schokoladenseite. Aber Gott sieht alles und er sieht in die Tiefe unseres Herzens, wo kein Mensch hinsehen kann.
„Lasst uns uns selbst prüfen, z. B. wie wir über andere Menschen reden, sagt Priester Hinz. „Machen ja alle so“ sei an dieser Stelle einfach keine Ausrede.
Nach seinem Dienen kündigt der Bezirksvorsteher an, dass in diesem Gottesdienst für den Bezirk Berlin-Brandenburg West noch ein stellvertretender Bezirksjugendbeauftragter ernannt werden soll. Hierfür sei Priester Philipp Hultsch aus der Gemeinde Berlin-Schmargendorf vorgesehen und er konnte sich den Jugendlichen im Anschluss gleich vorstellen.
In seinem Predigtbeitrag erwähnte der als Lehrer tätige Priester Hultsch, dass er zuletzt gesehen habe, wie einer seiner Schüler dabei war, einen Fehler zu begehen, weil jemand anderes ihm gesagt hatte, er solle es so machen. Die Erkenntnis der Gefahr fehlte in dieser Situation. Auch Adam und Eva war es nicht klar, wie gefährlich es ist, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Gott hatte ihnen diese Regel gegeben, nicht um ihnen ihre Freiheit zu nehmen, sondern um sie zu schützen. Adam und Eva gingen jedoch über diese Grenze hinaus, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Heute wissen wir: Wenn wir sündigen, dann ist da Gott und sagt „Komm her zu mir“. „Wir kennen Gott und wissen, dass wir bei ihm Gnade bekommen“, so Priester Hultsch abschließend.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgt die angekündigte Ernennung. In seiner Ansprache an Priester Philipp erwähnt Priester Hinz, dass kurz zuvor ein anwesendes Kind gerade eine Stimmgabel weggeworfen habe. Er wünscht dem Bezirksjugendbeauftragten, dass er nie die Gabel der Aufgabe wegwerfen möge. Aus persönlicher Erfahrung heraus, so berichtet er, macht Jugendarbeit Freude, benötigt aber auch viel Geduld. Man benötige ein großes Herz und sollte den Glauben als Gemeinschaftswerk sehen. Für einen Jugendleiter sei es wichtig, den Glauben überzeugend und authentisch zu leben. „Mach dir bewusst: Als Jugendbeauftragter bist du nicht in erster Linie Eventmanager für die Jugend, sondern ihr Seelsorger“, so Priester Hinz zu Priester Hultsch.
Wir wünschen dem neuen stellvertretenden Bezirksjugendbeauftragten für seine Aufgabe Gottes Segen und viel Freude.
Neuapostolische Kirche